Best Practice

Richtig gemacht: Pflegen Sie die Kontakte zu ortsansässigen Medien

 

Berichterstattung über Gemeinden und Kommunen ist etwas ganz Übliches. Beispielsweise, wenn ein Bürgermeister verabschiedet wird oder langjährige Mitglieder abtreten. Schließlich ist man nicht nur in Unternehmen, sondern auch in Gemeinden froh, wenn durch Öffentlichkeitsarbeit der Bekanntheitsgrad gesteigert wird. Denn wer liest am Frühstückstisch nicht gerne einen Artikel über die eigene Kommune in der Zeitung.

Wer nimmt es nicht wohlwollend zur Kenntnis, wenn Firmen aufgrund von Auszeichnungen, Jubiläen, Veranstaltungen oder aus ähnlichen Anlässen in den Medien auftauchen? Sie haben sicherlich all diese Artikel auch in positiver Erinnerung! Dasselbe gilt auch für Gemeinden. Doch wie schafft man es als Kommune in die Öffentlichkeit? Was müssen Sie tun, um die Journalisten zu überzeugen?

Ein großer Vorteil dabei ist, wenn die Verantwortlichen einen guten Draht zu den Journalisten haben. Denn durch einen Veranstaltungshinweis in der Zeitung erfahren viele Bürger erst einmal, dass gewisse Feste stattfinden. Pflegt man einen guten Kontakt zu den Redakteuren, stehen die Chancen auf Veröffentlichungen höher. In Gesprächen mit den Journalisten erfährt man darüber hinaus, was die Bürger derzeit interessiert und welche Brennpunkte es in der Gemeinde gibt. Darauf kann man die Öffentlichkeitsarbeit abstimmen. So beugt man bestimmten Missverständnissen vor.

Entscheidend ist dabei auch, dass der Kontakt regelmäßig gepflegt wird. Kontinuität spielt bei der Öffentlichkeitsarbeit eine wichtige Rolle. Ein aufgebautes Vertrauensverhältnis nützt sowohl der Gemeinde als auch der Redaktion. Idealerweise ist auch die Dorfzeitung ein Recherchemedium für Journalisten. Dies würde bedeuten, dass auch er den Kontakt zu den Gemeindeverantwortlichen sucht und einen direkten Ansprechpartner hat, wenn er Fragen zu gewissen Themen hat. Bei diversen Veranstaltungen können auch Kooperationen zwischen Kommune und dem ortsansässigen Medium entstehen. Dies wäre wiederum für beide Seiten eine Win-win-Situation.

Vor allem aber in Krisenzeiten ist der Draht zu den Journalisten besonders wichtig. Nach einem Hackerangriff oder der Verteilung von öffentlichen Geldern sind Negativschlagzeilen häufig die Folge. Erfährt der Journalist von solchen Angelegenheiten, wird er – sofern er einen direkten Ansprechpartner in der Gemeinde hat, dem er vertrauen kann – zum Hörer greifen, ehe er die Geschichte ans Licht bringt. So kann der Verantwortliche noch Stellung beziehen und die Dinge erklären.

 

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3 Kommentare

  1. Michael Agricola sagt

    Der letzte Absatz ist Quatsch. Jeder seriöse Journalist gibt den Betroffenen, in diesem Fall zumn Beispiel einem Bürgermeister, vor einer Veröffentlichung die Möglichkeit, Stellung zu einem Sachverhalt zu beziehen. Das hat nichts damit zu tun, ob man denjenigen leiden kann oder Vertrauen zu jemandem hat. Tut er das nicht, verstößt er gegen journalisitische Grundsätze.

    • Lieber Herr Agricola,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn das bei Ihrer lokalen Tageszeitung zum journalistischen Standard gehört sind Sie natürlich aus einer schönen Region und in einer privilegierten Lage. Meine Erfahrung aus dem Beratungsalltag zeigt mir leider häufig das Gegenteil.

      beste Grüße
      Florian Kohl

      • Michael Agricola sagt

        Ich kann und will Ihnen nicht widersprechen, was Ihre Erfahrungen angeht, aber ich bin mir doch ziemlich sicher, dass das von mir geschilderte Vorgehen übliche Praxis in den allermeisten Redaktionen ist. Durchaus im eigenen Interesse, denn auch die Glaubwürdigkeit eines Mediums leidet auf Dauer, wenn man an einem Tag nur eine Seite einer Geschichte erzählt und am nächsten Tag eine ganz andere. Häufiger ist aus meiner Sicht, dass sich jemand zunächst lieber gar nicht oder nur sehr allgemein äußert (zum Beispiel wegen laufender Verfahren) und anschließend überrascht ist, dass sich die Geschichte dann einseitig liest. Insofern ist Ihr Rat dann auch korrekt, lieber von sich aus das Gespräch zu suchen – und gut zu erklären. Denn auch ein Journalist kann schnell falsche Schlüsse ziehen, wenn er nicht alle Teile des Puzzles überblickt oder zur Verfügung hat.

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