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Öffentlichkeitsarbeit als Standortfaktor

Bei den Standortfaktoren unterscheidet man gemeinhin zwischen „harten“ und „weichen“ Faktoren.

Harte sind zum Beispiel Steuern, Abgaben, Subventionen, Infrastruktur, BREITBAND usw. usf. zu den weichen zählen das Kultur- und Bildungsangebot, die Freizeitmöglichkeiten und vieles mehr.

Im Grunde beziehen sich Standortfaktoren auf die Standortwahl von Unternehmen. Warum meiner Meinung nach die Öffentlichkeitsarbeit einer Kommune auch als Standortfaktor gesehen werden sollte erläutere ich hier.

Je mehr (engagierte und informierte) Bürger eine Kommune an sich binden kann, desto höher die Steuereinnahmen, desto interessanter ist man als Standort für Unternehmen (zum Beispiel durch einen angepassten Hebesatz).

Bei manchen Kommunen ist die Öffentlichkeitsarbeit bzw. Kommunikation auch gedanklich schon als Standortfaktor angekommen. Leider nur bei einigen wenigen. Bei vielen Kommunen fehlt hier noch das Gefühl für die weitreichenden Folgen einer fehlenden oder ungenügenden Öffentlichkeitsarbeit. Das kann ein Gemeindeblatt sein in dem nichts anderes verkündet wird als die neue Friedhofssatzung und der Termin der nächsten Gemeinderatssitzung oder eine Homepage bei der sich seit dem 1.3.2000 nichts mehr inhaltlich getan hat.

Kommunen stehen miteinander im Wettbewerb. Welcher Ort, welche Gemeinde oder Stadt ist für mich als Wohnort interessant?

Eine transparent kommunizierende, präsente Gemeinde, bei der ein Bürgermeister für mich erreichbar ist oder eine Gemeinde bei der die Verwaltung in einem Elfenbeinturm ein Dekret nach dem anderen erlässt?

Fakt: Nur wer in irgendeiner Form Werbung macht dessen Produkt kennt der Verbraucher.

Fakt: Öffentlichkeitsarbeit ist Werbung, über earned Media oder eigene Kanäle.

These: Kommunen, die aktiv Öffentlichkeitsarbeit betreiben und damit Bürger und potentielle Neukunden (-bürger) informieren haben einen Standortvorteil.

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